22.03.2010
Pressemitteilung GRÜNE OV Hagenbach

GRÜNE in Hagenbach kämpfen gegen Flächenfraß


Günter Logé

Die Verbandsgemeinderatsfraktion in Hagenbach hat eine Anfrage zum Thema "Flächenfraß" (Die Rheinpfalz berichtete) gestellt:

 

Bündnis 90 / Die Grünen
VG-Rat Fraktion
c/o Günter Logé
Bruchbergstr. 5
76768 BERG

An die Verbandsgemeinde Hagenbach
Herrn Bürgermeister Scherrer

Berg, den 24.02.10

Betr. Anfrage zur nächsten Sitzung des Verbandsgemeinderates .

Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren,

namens der Fraktion möchte ich Sie bitten, gemäß § 30 u.33 nachstehenden Sachverhalt in der kommenden Sitzung zu behandeln.

Wir hätten gerne gewusst ob, bzw. wie weit die Verbandsgemeinde- verwaltung von diesem Programm Kenntnis hat. Aber unabhängig davon sind wir der Auffassung, dass die hier beschriebene Problematik durchaus in unser Konzept „Leitbild 2020" passt.

Eine Diskussion in der Sitzung selbst kann, muss aber nicht erfolgen, da dies eventuell in entsprechenden Ausschüssen geschehen kann.

Mit freundlichem Gruß

Günter Logé

Weitere Erläuterungen:

Unsere Dörfer und Städte stehen vor zentralen Herausforderungen.

Der demographische Wandel und die Verschärfung des ökonomischen Wettbewerbs im Globalen Wettbewerb führen in unseren Dörfern und Städten in Rheinland-Pfalz immer mehr zu dramatischen Veränderungen - ökonomisch wie ökologisch.

Die Folgen sind für jeden erkennbar:

 

  • Auf der einen Seite Gebäudeleerstand und Verfall, immer mehr ein- bis zwei- Personenhaushalte über 65 Jahre, die Aufgabe von Nahversorgungseinrichtungen, die Entleerung der Ortskerne bei gleichzeitigem Bauen auf der „grünen Wiese".
  • Auf der anderen Seite ist die Neuerschließung von Flächen vor dem Hintergrund der Demographischen Entwicklung eine katastrophale Fehlentwicklung. Die Erschließungskosten für Neubaugebiete mit geringer Dichte einschließlich der Folgekosten für soziale Infrastrukturen, z. B. Kindergärten und Schulen sind sehr hoch, werden aber von den Kommunen mitbezahlt und dann auf alle Bewohner umgelegt, auch auf die Altbürger. Das Wiederbebauen von brach gefallenen Flächen wäre dagegen in schon erschlossenen Gebieten für die Allgemeinheit kosten neutral, wenn nicht gar kosten entlastend.
  • Aufgrund der bereits gegebenen Erschließung sind die Gemeinkosten für die Nutzung von Baulücken oder Flächenrecycling um einiges geringer als beim Neubau auf der grünen Wiese. Hier muss zukünftig die Priorität der Neubauvorhaben liegen. Diese Flächenreserven müssen konsequent genutzt werden, bevor neue Flächen erschlossen werden.

Wir verbrauchen Tag für Tag über 5 Hektar Fläche in Rheinland-Pfalz. Gerade kürzlich hat die Landesregierung im Rahmen einer Pressekonferenz eine Kampagne, mit den Kommunen, gegen den sog. Flächenfraß angekündigt.

Übrigens:Das Instrumentarium des LEP IV gibt auch schon heute die Möglichkeit dem Flächenfrass entgegenzuwirken.

 

 

 

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